Diese Schreiben sind dabei regelmäßig in einer Form gestaltet, die den Eindruck erwecken, es handele sich um eine behördliche Rechnung. Dabei spielt das zeitliche Moment eine entscheidende Rolle: Die zugrundeliegenden Daten werden von den Anbietern in der Regel den zuvor veröffentlichten Registerbekanntmachungen entnommen und der Versand der entsprechenden Schreiben erfolgt sodann zeitnah nach der Registereintragung. Den Schreiben beigefügt ist regelmäßig ein vorausgefüllter Überweisungsträger über die „Kosten der Veröffentlichung". Nicht wenige Unternehmen haben auf diese Weise bereits die angeforderten Beträge, die regelmäßig zwischen 400 und 800 EUR liegen, zur Zahlung angewiesen. Die Durchsetzung von Rückforderungsansprüchen gestaltet sich allerdings regelmäßig äußerst kompliziert und langwierig.

Bekannte Anbieter, die entsprechend vorgehen, sind das „Gewerberegister für Handel, Handwerk und Gewerbe" (Bad Kreuznach), die „DGV Gewerbe Veröffentlichungen" (Düsseldorf), die „Industrie und Gewerbe Verwaltung" (Gelsenkirchen), das „Handels- und Gewerberegister" (Wittlich) und die „Gewerbeauskunft-Zentrale" (Düsseldorf). Die tatsächliche Zahl der Anbieter, die in der beschriebenen Weise vorgehen, dürfte noch höher liegen.

Steuerberater sind regelmäßig erster Ansprechpartner der mittelständischen Unternehmen in finanziellen Fragen. Sie sollten daher ihre Mandanten ausdrücklich auf diese unseriösen Praktiken hinweisen und ihnen dringend empfehlen, diese Schreiben zu ignorieren.

 

 

 

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